Buttenheim, Drügendorf, Schlaifhausen und Solnhofen - Fossilsuche in den klassischen Aufschlüssen des Frankenjura zwischen Nürnberg und Solnhofen
Geeignet auch für Kinder ab 8 Jahre! ermäßigter Preis: 49 EUR
Während der Jurazeit war der süddeutsche Raum von einem ausgedehnten Flachmeer bedeckt. Im Norden wurde es von der Mitteldeutschen Schwelle begrenzt, während im Süden zeitweise eine Verbindung zur Tethys, dem Ur-Mittelmeer bestand. Unter tropischen Bedingungen existierte eine reiche Lebewelt.
Den ersten Tag unserer Sammelexkursion verbringen wir nördlich von Nürnberg, wo wir in der berühmten Tongrube in Buttenheim, dem Steinbruch von Drügendorf und auf einem Feld nach den Fossilien vor allem des unteren (schwarzen) und oberen (weißen) Juras suchen werden. Zu finden gibt es typische Ammoniten, Brachiopoden, Schnecken, Belemniten, Seeigel und Muscheln.
Nachdem wir uns am Nachmittag auf den Weg nach Solnhofen gemacht haben, wird am Samstagabend ein gemeinsames Grillen in dem Steinbruch stattfinden, in dem wir am nächsten Tag selbst auf Fossilsuche gehen. Wer möchte kann auch schon am Samstag Abend ein wenig klopfen.
Ziel unseres zweiten Exkursionstages ist das Altmühltal zwischen Solnhofen und Eichstätt. Hier widmen wir uns einer der weltweit bedeutendsten Fossillagerstätten, den Solnhofener Plattenkalken.
Zur Entstehungszeit der Ablagerungen des Weißen Jura vor ca. 160 - 145 Millionen Jahren war das Gebiet der heutigen Frankenalb von einem warmen, subtropischen Meer bedeckt.
Der Boden des flachen Schelfmeeres war durch hügelähnliche Riffbildungen in Schwellen und Wannen gegliedert. In diesen großräumigen, wannenförmigen Vertiefungen zwischen den Riffbauten lagerte sich feinkörniger Kalkschlamm in gering- bankigen Lagen ab, den so genannten Plattenkalken. Der Überlieferung der prächtig erhaltenen Fossilien bedurfte es optimaler Einbettungsbedingungen, die in diesen schüssel- artigen Lagunen gegeben waren.
Wir informieren uns über die Entstehungsgeschichte der Plattenkalke und erhalten einen Überblick über die auftretenden Fossilien dieses einzigartigen Lebensraumes.
Einen Großteil des Tages gehen wir selbst auf Fossilsuche. Wenn wir auch keinen Archaeopteryx finden, so sollten doch Funde von Ammoniten oder des typischen „Herings“ Leptolepis durchaus möglich sein. Wir klopfen in den fossilreichen Mörnsheimer Schichten. In diesen Gesteinen treten die Fossilien häufiger auf als in den Solnhofen-Schichten.
Leistungen:
- Exkursionsleitung durch einen Geologen
- ausführliche und umfangreiche Exkursionsunterlagen
- Organisation der Übernachtungsmöglichkeiten
- kostenlose Ausleihe von Helm und Hammer
Die Exkursion findet in den Privat-PKW der Teilnehmer statt.
Fahrgemeinschaften können vermittelt werden. Bis zu vier Teilnehmer können im PKW des Leiters mitgenommen werden. Abholung vom nächstgelegenen Bahnhof zum Treffpunkt möglich.